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Maria Mazzarello

- Sie wird am 9. Mai 1837 in Mornese geboren. Maria wächst in einer tief christlichen Familie auf. Als Älteste von 10 Geschwistern übernimmt sie sehr rasch Verantwortung in der Familie.
- In der Pfarrgemeinde tritt Maria einer religiösen Vereinigung bei, deren Ziel es ist, Familien in Notsituationen zu helfen.
- Während einer Typhus-Epidemie im Jahre 1860 erkrankt Maria schwer, und sie erlangt die vollen Kräfte nicht wieder. Daraufhin erlernt sie gemeinsam mit ihrer Freundin Petronilla den Beruf der Schneiderin. Sie errichten eine kleine Nähschule im Dorf, wo sie sich nun um die Mädchen kümmern.
- 1864 lernt Maria Don Bosco kennen und sie merken beide eine große Übereinstimmung in ihrem Einsatz für junge Menschen.
- 1872 gründen sie die Gemeinschaft der Töchter Mariä, Hilfe der Christen (Don Bosco Schwestern).
- Im Jahre 1877 erfolgt die erste Missionsaussendung der Don Bosco Schwestern nach Südamerika.
- Am 14. Mai 1881 stirbt Maria Mazzarello in Nizza Monferrato.
Pädagogik
"Die Jugendlichen müssen nicht nur geliebt werden, sondern auch erkennen, dass sie geliebt sind!"
(Don Bosco)

Der Gute Hirte / Sieger Köder
Den salesianischen Geist möchten wir hier anhand von zwei Schlagwörtern erklären - die pastorale Liebe und das Präventivsystem.
Die pastorale Liebe
Jesus Christus ist für Don Bosco vor allem als Guter Hirt Vorbild der Liebe und der Urquell seiner apostolischen Tätigkeit. Vor allem das unerschütterliche Engagement für andere (vgl. das Gleichnis vom Guten Hirten Joh 10,1-18) ist für ein Leben nach der Art Don Boscos vorbildlich.
In salesianischem Sinn sind Menschen bereit - gleichsam selbst als "Gute Hirten" - andere zu suchen, Beziehungen aufzubauen, Menschen zu beschützen, sich für sie einzusetzen.
Das Präventivsystem
Der Erziehungsstil Don Boscos - das Präventivsystem - wurzelt in der pastoralen Liebe. Es ist eine optimistische Form der Erziehung, die den jungen Menschen viel Raum zur Entfaltung aller in ihnen angelegten guten Seiten gibt.
Die pädagogischen Säulen des Präventivsystems sind Vernunft, Religion und Liebe.
Mit Vernunft können das eigene Handeln und die Empfehlungen an andere begründet und verständlich gemacht werden. Der Mensch wird im Sinn eines christlichen Humanismus in all seinen Dimensionen und Lebensbereichen als Einheit gesehen. Die Vernunft hilft den Jugendlichen, selbst zu erkennen, was für ihre Entfaltung wichtig ist.
Religion bedeutet, Raum für Gott öffnen, den Wunsch nach ihm wach halten. Im Glauben erhält der Mensch eine Antwort auf seine Suche nach Sinn und nach Glück. Religion bedeutet die grundlegende Gewissheit, von Gott gewollt und geliebt zu sein.
Liebe ist die wesentliche Grundeinstellung des Erziehers, mit der er den Jugendlichen ihr Wertvoll- und Geliebt-Sein erfahrbar machen will. Sie ist ein freundliches Zugehen auf die jungen Menschen, ein aktives, glaubwürdiges und sympathisches Bei-ihnen-Sein, eine herzliche Teilnahme an ihrem Leben, ihren Interessen und ihren Erwartungen.
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